»Die Leidenschaften, heftig oder nicht, müssen niemals bis zum Ekel ausgedrückt sein, und die Musik auch in der schaudervollsten Lage niemals das Ohr beleidigen, sondern doch dabei vergnügen, folglich allzeit Musik bleiben.«

»Sie wissen, daß ich sozusagen ganz in der Musik stecke – daß ich den ganzen Tag damit umgehe – daß ich gern spekulire – studiere – überlege.«

»Das Notwendigste und das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo.«

»Bei einer Oper muß schlechterdings die Poesie der Musik gehorsame Tochter sein – weil da ganz die Musik herrscht – und man darüber alles vergißt. Um so mehr muß ja eine Oper gefallen, wo der Plan des Stücks gut ausgearbeitet, die Wörter aber nur bloß für die Musik geschrieben sind, und nicht hier und dort einem elenden Reime zu gefallen. Verse sind wohl für die Musik das Unentbehrlichste, aber Reime des Reimens wegen das Schädlichste; die Herrn, die so pedantisch zu Werke gehen, werden immer mitsamt der Musik zugrunde gehen.«

»Überhaupt irrt man, wenn man denkt, daß mir meine Kunst so leicht geworden ist […] Niemand hat so viel Mühe auf das Studium der Komposition verwendet als ich.«

»Komponieren ist weniger anstrengend als Nichtstun.«