»Die Musik ist eine geheimnisvolle Mathematik, deren Elemente am Unendlichen teilhaben. Sie lebt in der Bewegung der Wasser, im Wellenspiel wechselnder Winde…«

»In Wahrheit wird Musik allemal ›schwer‹, wenn ihr das innere Leben fehlt, wobei das Wort schwer nur ein verbales Schamtüchlein ist, das ihre Dürftigkeit verdecken soll. Es gibt nur eine Musik, und die nimmt aus sich selbst das Recht auf Leben, ob sie es nun bei einem Walzerrhythmus entlehnt – und käme er aus dem Kaffeehaus – oder sich der imposanten Anlage einer Symphonie bedient. Und warum nicht zugeben, daß in diesen beiden Fällen der gute Geschmack oft auf seiten des Walzers liegt, wohingegen die Symphonie Mühe hat, ihre Mittelmäßigkeit mit pompösem Aufwand zu verbrämen?«

»Denn ich sage Ihnen das mit innerster Erregung: Die Musik war meiner Meinung nach bis zum heutigen Tag auf ein falsches Prinzip gegründet. Man hat viel zu sehr das Schreiben im Auge, man macht Musik für das Papier, dabei ist sie für die Ohren bestimmt!«

»Musik muß vom Ohr des Hörers spontan aufgenommen werden können, er darf nicht Mühe haben, in den Mäandern einer komplizierten Entwicklung die abstrakten Ideen zu erkennen.«

»Wagner verkündet das Gesetz der Harmonie, ich bin für die Freiheit. Die wahre Freiheit kommt von der Natur. Alle Geräusche, die Sie um sich herum hören, lassen sich in Töne fassen. Man kann musikalisch alles ausdrücken, was ein feines Ohr im Rhythmus der Welt wahrnimmt, die es umgibt. Gewisse Leute wollen sich zuallererst nach Regeln richten. Ich für meinen Teil will nur das wiedergeben, was ich höre.«

»Man muß vergessen, daß das Klavier Hämmer hat.«

»Auch das Jahrhundert der Flugzeuge hat ein Recht auf seine Musik.«

»Die Musik ist eine Summe zerstreuter Kräfte. Man macht daraus ein theoretisches Geschwätz. Ich habe die paar Flötentöne eines ägyptischen Hirten lieber; er ist eins mit der Landschaft und hört Harmonien, von denen in euren Abhandlungen nichts steht. Die Musiker hören nur die Musik, die von geschickten Händen geschrieben wurde, niemals aber die, welche der Natur innewohnt. Den Anbruch des Tages zu erleben ist nützlicher, als die Pastoralsinfonie zu hören.«

»Mehr und mehr überzeuge ich mich davon, daß Musik ihrem Wesen nach keine Sache ist, die man in eine strenge und überlieferte Form zwängen kann. Sie besteht aus Farben und rhythmisierter Zeit.«

»Music is the arithmetic of sounds as optics is the geometry of light.«

»It is necessary to abandon yourself completely, and let the music do as it will with you – to be a vessel through which it passes.«

»All people come to music to seek oblivion.«