»Ich glaube, was wir heutzutage in der Musik brauchen, sind nicht so sehr neue Methoden der Musik wie Menschen von Charakter. Keine Talente. Talente sind da. Was wir brauchen, sind Menschen, die den Mut haben, auszudrücken, was sie fühlen und denken.«

»Ich glaube: Kunst kommt nicht von Können, sondern vom Müssen.«

»Musik ist darin wunderbar, daß man alles sagen kann, so daß der Wissende alles versteht, und trotzdem hat man seine Geheimnisse, die, die man sich selbst nicht gesteht, nicht ausgeplaudert. Titel aber plaudert aus. Außerdem: was zu sagen war, hat die Musik gesagt.«

»Die Musik kann den Menschen nachahmen, wie er innerlich ist, und in diesem Sinn ist eine Programm-Musik möglich.«

»Musik ist eine Gleichzeitigkeit und Aufeinanderfolge von Tönen und Tonkombinationen, die so angeordnet sind, daß ihre Wirkung auf das Ohr angenehm und ihre Wirkung auf das Wahrnehmungsvermögen verständlich ist, so zwar, daß diese Eindrücke okkulte Teile unserer Gefühlssphäre zu beeinflussen vermögen, und daß dieser Einfluß uns in einem Traumland erfüllter Wünsche leben läßt, oder in einer geträumten Hölle.«

»Ich glaube, daß ein wirklicher Komponist Musik aus keinem anderen Grund schreibt, als weil es ihm Freude macht. Diejenigen, die komponieren, um anderen zu gefallen, und an das Publikum denken, sind keine wirklichen Künstler. Sie gehören nicht zu den Menschen, die es treibt, etwas zu sagen, ganz gleich, ob es jemanden gibt, dem es gefällt, oder nicht, und sogar, wenn es ihnen selbst nicht gefällt. Sie sind keine Schöpfer, die die Ventile öffnen müssen, um sich von dem inneren Druck einer ausgereiften Komposition zu befreien. Sie sind lediglich mehr oder weniger geschickte Unterhalter, die das Komponieren aufgeben würden, wenn sie keine Zuhörer finden könnten.«

»Musik spricht in ihrer Sprache anscheinend bloß von musikalischen Angelegenheiten oder aber, wie die meisten Ästhetiker annehmen, von Angelegenheiten der Gefühle und der Phantasie. Man kann übergehen den guten Witz von Richard Strauss, der sagte: ›Daß ein Bleistift von einem Platz zu einem anderen bewegt wird, kann ich in Musik ausdrücken.‹ Denn das ist nicht die Sprache, in der ein Musiker, ohne es zu wissen, sich preisgibt, indem er Gedanken formuliert, über die er selbst erschrocken würde – wüsste er nicht, dass ja doch niemand herausfinden wird, was er verbirgt, indem er es sagt.«

»Mein persönliches Gefühl ist, daß Musik eine prophetische Botschaft vermittelt, die eine höhere Form des Lebens enthüllt, auf die die Menschheit sich hinentwickelt. Und gerade dieser Botschaft wegen wirkt Musik auf Menschen aller Rassen und Kulturen.«

»Ein Komponist – ein wirklich schöpferischer, komponiert nur, wenn er etwas zu sagen hat, das noch nicht gesagt worden ist und das, wie er überzeugt ist, gesagt werden muß: eine musikalische Botschaft an den Musikfreund.«

»Der Künstler tut nichts, was andere für schön halten, sondern nur, was ihm notwendig ist.«

»Es gibt relativ wenig Menschen, die imstande sind, rein musikalisch zu verstehen, was Musik zu sagen hat.«

»In den Künsten, und besonders in der Musik, bezweckt die Form in erster Linie Verständlichkeit.«

»Musik ist nicht irgendeine Art von Unterhaltung, sondern die Darstellung musikalischer Ideen durch einen Musiker-Dichter, einen Musiker-Denker; diese musikalischen Ideen müssen den Gesetzen der menschlichen Logik entsprechen; sie ist ein Teil dessen, was der Mensch apperzipieren, beurteilen und ausdrücken kann.«

»Meine Musik muß kurz sein. Knapp! In zwei Noten: nicht bauen, sondern ausdrücken!!! Die Musik soll Ausdruck der Empfindung sein, so wie die Empfindung wirklich ist, die uns mit unserem Unbewußten in Verbindung bringt und nicht ein Wechselbalg aus Empfindung und ›bewußter‹ Logik.«

»Die Musik soll nicht schmücken, sie soll wahr sein.«

»Musik spricht die unbewußte Natur dieser und anderer Welten aus.«