»Da das Ohr meiner Meinung nach direkt am Herzen angeschlossen ist, während das Auge über das Gehirn geht, trifft Musik uns alle mitten dahinein, wo wir oft gar nicht mehr zu treffen sind. Musik öffnet für kurze Zeit ein Fenster…«

»Mit der Musik ist es wie in der Literatur: Durch einen Comic können Sie niemanden an Shakespeare heranführen, mit Crossover keinen an Klassik. Jeder sollte sich dem Werk eines Schriftstellers oder eines Komponisten mit dem nötigen Respekt annähern. Wer nicht die nötige Selbstdisziplin dafür aufbringt, sollte die Finger lieber ganz davon lassen.«

»Bei großer Musik von Mozart oder Beethoven können Sie Seele und Intellekt nicht trennen. Im Idealfall sollten beide eine Symbiose eingehen. Ich selbst liebe es zum Beispiel, Virtuosen schnell zu spielen. Trotzdem weiß ich, daß meine Technik nie Selbstzweck ist.«

»Dabei sind Musik und Literatur Gottes Geschenke, die uns mehr Glück bringen als die äußere Hülle, die wir so verzweifelt bürsten und pflegen.«

»Musik ist ein brückenbauendes Erlebnis, ganz gleich, wo sie aufgeführt wird.«

»In der Musik ist Instinkt genau so wichtig wie Intellekt.«

»Ich spüre, daß die Notwendigkeit, Musik zu haben, immer größer wird. Mit jedem Terroranschlag, jeder Kriegserklärung, jedem Toten. Musik hat einen sozialisierenden Effekt.«

»Es ist wichtig, die Pausen in der Musik mit Leben zu füllen.«

»Musik ist kein Geschäft, Musik ist wie die Luft zum Atmen und auch, wie die bildende Kunst, Nahrung für Geist und Seele.«

»[…] Musik sollte die Menschen nie unberührt lassen.«

»Musik muß sprechen, den Zuhörer packen, ihn fesseln. Wenn dies nicht geschieht, wenn man nicht in der Lage ist, aus der Partitur wieder ein lebendes, eigenständiges Wesen zu machen, das spricht – dann ist Musik kein Medium, dann gibt es keine Kommunikation mit dem Zuhörer, sondern nur noch eine Aneinanderreihung von Geräuschen.«

»Musik ist nichts Reales. Vielmehr ist sie eine Klangvorstellung, die immer wieder neu aufersteht. Wenn ich Violine spiele, arbeite ich an Musik wie an einer Skulptur, die niemals fertig wird. Im Grunde ist Musik wie Nebel, der nach dem Konzert verflogen ist. Bestenfalls bleibt sie in unserem Kopf und beseelt die Fantasie. Da ist nichts Greifbares, nichts Messbares. Sie ist zwar auf dem Papier festgehalten; aber die Seele der Musik, die Spannung, die Empfindungen und die Emotionen, die sie auslöst: All das steht nicht auf dem Papier. Deshalb ist Musik wie ein Traum, eine Verbindung zu unserer Spiritualität – versinnbildlicht etwa durch die sich beinahe berührenden Finger Gottes und Adams in der Sixtinischen Kapelle.«

»Musik ist wie ein Roman von Thomas Mann: Sie braucht langen Atem. Und den muß man lernen.«

»Die Musik ist eine wunderbare Sprache, die vieles überbrückt: in dem, der musiziert, aber auch in dem, der zuhört.«

»Musik umfängt uns, weil sie nicht nur an unseren Intellekt appelliert. Weil sie die erste Sprache ist, zu der man greift, wenn ein Kind schreit: Man singt! Musik meint: Zurück zur Muttersprache!«

»What I like is the life underneath the smooth surface, something which is very mysterious, yet also very strong… that’s also important in music.«

»For me music has a cleansing and a renewal. It probably makes each of us to be a better human being for a period – probably for the short period he’s listening to it. It involves him in something which is much higher than we are. That’s the purpose – always showing us that there is something much, much bigger than we are, and we always should try to reach up.«

»Music is a great school for life.«

»Music is much more than just perfecting skills for a concert, it’s an ability in many ways, to lighten the burden for others.«