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| Johnny Griffith, der Unbekannte, verstorben |
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Bereits am 10. November verstarb in Detroit im Alter von 66 Jahren Johnny Griffith an Herzversagen. Der klassisch ausgebildete Pianist war einer der Tastenspieler in den Studios des legendären Detroiter Labels Motown, auch »Hitsville« genannt.
Griffith, der zu seinen Vorbildern Bud Powell, Glenn Gould und Oscar Peterson zählte, spielte auf Hits wie »Stop in the Name of Love« (The Supremes), »I Heard It Through the Grapevine« (Marvin Gaye), »(Your Love Keeps Lifting Me) Higher and Higher« (Jackie Wilson) und »Have You Seen Her« (Chi-Lites).
Weiterhin war Griffith an Aufnahmen für »The Temptations«, »Gladys Knight & the Pips«, »The Four Tops«, Stevie Wonder uvm. beteiligt.
Der Künstler war Mitglied der vielleicht unbekanntesten Band, die zugleich die meisten Hits einspielte. Die legendären »Funk Brothers«, so nannten sich die Studiomusiker des Labels, waren eine wahre HitMaschine: Sie spielten mehr Nr.1-Hits ein, als die Beach Boys, die Beatles, Elvis und die Rolling Stones zusammen. Berry Gordy, der Label-Gründer, hat die einzelnen Musiker persönlich ausgewählt.
Bevor er bei Motown anfing, war Griffith auch mit Sängerinnen wie Aretha Franklin, Sarah Vaughn and Dinah Washington auf Tour. Kurz vor seinem Tode spielte er noch einmal mit den »Funk Brothers« im »Apollo Theater« in Harlem anläßlich der Vorab-Premiere des Films Standing in the Shadows of Motown.
Der Streifen basiert auf dem gleichnamigen Buch von Allan »Dr. Licks« Slutsky, einer Hommage an den legendären Hitsville-Bassisten James Jamerson. Erst durch Slutskys Buch wurde der Öffentlichkeit bekannt, wer überhaupt am eBass für die Grooves in Detroit verantwortlich war. Der Film versucht nun halbdokumentarisch dies auf die »Funk Brothers« auszuweiten. Wann der Film in Deutschland herauskommt, ist noch nicht bekannt geworden. |
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