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| Jodeldiplom am Mozarteum |
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Sie erinnern sich? Herr Doktor Vogler, Leiter des Institut für modernes Jodeln, sagte einst: »Das Jodeln, also das Diplomjodeln, das Jodeln mit Jodeldiplom, also mit Jodelabschluß, mit Jodeldiplomabschluß unterscheidet sich vom Jodeln ohne Diplom, ohne Jodeldiplom. Das Diplomjodeln ist also nicht zu vergleichen mit dem Normaljodeln ohne Diplom, also ohne Jodelabschluß, Jodeldiplomabschluß.«
Frau Hoppenstedt, die neben Herrn Doktor Südermann und Herrn von Lilienkron zur ersten Generation der Jodelschule gehörte, kommentierte, nachdem sie die Grundmotive des »Erzherzog-Johann-Jodlers« (»Holleri du dödel di«) erlernte: »Ich finde, gerade eine Hausfrau mit Familie sollte eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Wenn mal die Kinder aus dem Haus sind oder es passiert irgendwas, dann habe ich nach zwei Jahren Jodelschule mein Jodeldiplom. Da habe ich was in der Hand! Und ich habe als Frau das Gefühl, daß ich auf eigenen Füßen stehe. Da hab' ich was Eigenes! Da hab' ich mein Jodeldiplom.«
Pianisten, die mit Umschulungsgedanken schwanger gehen, sei das Jodeldiplom als Alternative empfohlen. Doch Spaß beiseite!
Jetzt hat das »Vogler-Institut« seriöse Konkurrenz bekommen. Die Universität Mozarteum Salzburg bietet künftig einen Studiengang an, der u.a. mit dem Jodeldiplom abgeschlossen werden kann. Jodeln und Volkstanz sowie das Spiel auf Zither, Hackbrett und Harmonika werden offizielle Hochschuldisziplinen. Dies kündigte am Mittwoch der Studienleiter, Professor Bruno Steinschaden, vom »Institut für Streich- und Zupfinstrumente« des Mozarteums an.
Schon seit Mitte der 80er Jahre wird am Mozarteum diese Ausbildung angeboten. Sie hat aber erst jetzt den Charakter eines ordentlichen Studiengangs erhalten. Rund 20 Teilnehmer sind pro Semester vorgesehen. Eine begrüßenswerte Initiative des Mozarteums, die das musikalische Spektrum an der Hochschule nicht nur erweitert, sondern einer großen Tradition der alpenländischen Musik Rechnung trägt. Für die Komponisten im Umfeld der Wiener Klassik war sie bekanntlich ohnehin immer eine willkommene Quelle der Inspiration. |
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