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| Drei Oscars für »Der Pianist« |
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Roman Polanskis Film Der Pianist hat nach einer langen Serie von internationalen FilmPreisen auch die Krönung der FilmBranche erhalten.
Dazu Polanski: »Ich bin tief bewegt, den Oscar als bester Regisseur erhalten zu haben für einen Film, der von Ereignissen erzählt, die meinen persönlichen Erfahrungen so nahe sind. Ereignissen, die mir zu verstehen halfen, daß Kunst Schmerz verwandeln kann.«
Der Film erzielte gleich drei Oscars bei der 75. Oscar-Verleihung im Kodak Theatre von Los Angeles: Polanski in der Kategorie »bester Regisseur«, Adrien Brody in der Kategorie »bester Hauptdarsteller« und Ronald Harwood in der Kategorie für das »beste adaptierte Drehbuch«.
Adrien Brody dankte dem nicht anwesenden Polanski auf seine Art: »Ich wünschte, ich könnte sagen, ich verdiene diesen Preis, aber das stimmt nicht. Roman Polanski verdient ihn.«
Ronald Harwood, Drehbuchautor des Films, kommentierte mit Bezug auf die aktuelle politische Weltlage: »Diesen Preis widme ich allen, die ihre Stimme gegen das Unrecht in dieser Welt erheben.«
Die Veranstaltung geriet zeitweise zur politischen Protest-Veranstaltung. Michael Moore, der einen Oscar für seinen Dokumentarfilm »Bowling for Columbine« erhielt, gab am Schluß seiner Dankesrede gar ein emphatisches Statement: »Wir sind gegen diesen Krieg, Mister Bush! Schämen Sie sich!«
Moore dürfte wohl an den Anfang von Ella Wheeler Wilcox's Gedicht »Protest« aus den »Poems of Purpose« gedacht haben: »To sit in silence when we should protest makes cowards out of men.«
Ab 4. Juni erscheint »Der Pianist« auf DVD und VHS.
Siehe auch in »PianoDepesche«: Haftandrohung für Polanski |
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