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| Elton John haßt »Deutschland sucht den Superstar« |
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Äußerst kritische Töne hat Sir Elton John von sich gegeben. In einem Interview mit dem Stern sagte er: »Ich hasse diese Sendung.« John erachtet es als »völlig falsch, übers Fernsehen Popstar werden zu wollen oder einen zu suchen«.
Als weitere Kriterien gab der Pianist und PopStar an, daß dabei die Bewerber »schnell verheizt« würden und das Publikum sich »schnell langweilen« würde.
Mit Bezug auf das englische Pedant zur Sendung meinte er, daß dort die letzten drei Kandidaten zwar »sehr talentiert« waren, fragte »aber wer läßt ihnen Zeit, sich zu entwickeln?«
Auch Popstars müßten »ihre Hausaufgaben machen, durchs Land touren, auf Bühnen stehen, Charisma entwickeln«.
Indes: Den Sender RTL sowie das Label BMG dürfte das kaum stören. Das Geschäft läuft bestens. Simon Fuller, der Ideengeber des Sendekonzepts, wird gar auf ein Vermögen von rund EUR 300 Millionen geschätzt. Der Ex-Manager von Annie Lennox und der Spice Girls konnte sein Konzept bereits in 30 Ländern plazieren.
Jüngst gaben einige Labels an, daß sie Fehler in ihrer A&R-Politik gemacht hätten. Es seien in den letzten Jahren zu wenig junge Künstler aufgebaut worden, sondern man habe nur noch auf das schnelle Geld geschaut und ›marketingorientierte‹ Produkte mit entsprechender Halbwertszeit auf den Markt gebracht.
Die reuemütige Erkenntnis hat sogar zum Teil schon zu personellen Entscheidungen geführt: die Rückbesinnung auf A&R-Kompetenz. Dies scheint sich jedoch noch nicht bei allen Labels durchgesetzt zu haben... |
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