| N |
|
 |
| |
Neumen
Mittelalterliche Symbole zur schriftlichen Fixierung der ChoralMelodien, worin nur die Lage eines HalteTons und die zugehörigen Verzierungen zum Text notiert werden, jedoch nicht deren Rhythmus. Vereinfacht ausgedrückt, könnte man die Neumen (va. in der ersten Stufe ihrer Entwicklung) als eine Art stenographische NotenSchrift bezeichnen.
Der Begriff wird abgeleitet 1. von »neuma« (gr.; Wink, Zeichen) und 2. von »pneuma« (gr.; Geist, Hauch). Im 11. Jh. n.Chr. gilt: »neuma« = »nota«.
Das Wort »neuma« hat neben seiner notationstechnischen Bedeutung zudem ebenso eine figurtechnische und eine formtheoretische. Man bezeichnet als Neumen auch die Figuren der IntonationsFormen und Vokalisen der Alleluias sowie die chorisch gesungenen Schlußteile der Responsorien.
Neumen sind graphische Zeichen, die im Sinne einer FigurenLehre musikalische Bedeutung als MelodieWendung, TonFigur oder Melisma haben, und die sogar als Schlußteile formale Bedeutung haben können.
Zusätzliche Informationen:
Grundsätzliche AnMerkungen über Neumen
RegionalNotationen
Universale NeumenKunde
Verbreitung in Ost & West
Zeichen — Formeln — Klauseln
|
|
|
 |
|