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Die Anfänge
 

Wie bereits im Kapitel über NotenStich & NotenLettern erwähnt, beginnt das MusikVerlagswesen im heutigen Sinne erst ab 1736, als der BuchDrucker Bernhard Christoph Breitkopf (1695-1777) die UmWandlung des BuchVerlags in einen MusikVerlag durch die DruckLegung von Johann Sebastian Bachs Schemellis Gesangbuch einleitet.

Somit kann sich der von Breitkopf gegründete und seit 1795 durch die Übernahme von Gottfried Christoph Härtel (1763-1827) als »Breitkopf & Härtel« bekannte Verlag als der älteste noch existierende MusikVerlag der Welt betrachten.

Zuvor sind es häufig auch Buch- und NotenDrucker sowie va. Komponisten, die Musikalien publizieren. Die Zentren des MusikVerlagswesens sind im 16. Jahrhundert in Italien (u.a. Rom, Venedig, Bologna, Mailand, Neapel, Ferrara, Florenz, Genua, Parma), Frankreich (Paris, Lyon), Deutschland (u.a. Augsburg, Mainz, Nürnberg, Frankfurt/Main und Wittenberg), Österreich (u.a. Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg), England (London) und in den Niederlanden (Antwerpen, Löwen).

Im 18. Jahrhundert sind die meisten MusikVerlage va. in London, Paris und Wien ansässig.

Nachstehend einige MusikVerlagsGründer aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts:

  • 1771: Johann Nikolaus Haueisen (1740-1804), Frankfurt/Main
  • 1774: Johann André (1741-1799), Offenbach
  • 1777: Antoine Huberty (um 1722-1791), Wien
  • 1778: Carlo Artaria (1747-1808), Wien
  • 1779: Bernhard Schott (1748-1809), Mainz
  • 1780: Heinrich Philipp Carl Bossler (1744-1812), Speyer
  • 1781: Christoph Torricella (um 1715-1798), Wien
  • 1782: Franz Ernst Christoph Leuckart (1748–1817), Breslau
  • 1784: Johann Carl Friedrich Rellstab (1759-1813), Berlin
  • 1784: Leopold Anton Kozeluch (1748-1818), Wien
  • 1784: Franz Anton Hoffmeister (1754-1812), Wien
  • 1791: Hans Georg Nägeli (1773-1836), Zürich
  • 1791: Johann Peter Spehr (um 1770-nach 1859), Brunswick
  • 1791: Johann Andreas Amon (1763-1825), Heilbronn
  • 1792: Johann Daniel Gerstenberg (1758-1841), St. Petersburg
  • 1793: Nikolaus Simrock (1751-1832), Bonn
  • 1796: Antoine-Marcel Lemoine (1763-1816), Paris
  • 1796: Makarius Falter (1762-1843), München

Das MusikVerlagswesen erlebt sein Aufblühen im Grunde erst mit dem Aufkommen des bürgerlichen KonzertWesens im Laufe des 19. Jahrhunderts. Die Konzert-Gesellschaften (etwa in Paris und London) sind die HauptAbnehmer von AufführungsMaterialien. In Deutschland setzt diese EntWicklung später ein, sind doch die HofKapellen zunächst noch vorherrschend, die eigene NotenKopisten beschäftigen.

Nachdem auch in Deutschland die ersten öffentlichen KonzertSäle (z.B. Frankfurt/1740, Hamburg/1761, Leipzig/1781) eingeweiht wurden, nimmt somit das MusikVerlagswesen auch hier seinen AufSchwung.

...FortSetzung folgt... (MSp)

 
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Letzte Aktualisierung: 15.07.10
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