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| Zeichen – Formeln – Klauseln |
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Das Wort ›neuma‹ hat neben seiner notationstechnischen Bedeutung zudem ebenso eine figurtechnische und eine formtheoretische. Man bezeichnet als Neumen auch die Figuren der IntonationsFormen und Vokalisen der Alleluias sowie die chorisch gesungenen Schlußteile der Responsorien.
Allein die drei Bedeutungen des Begriffs ›neuma‹ verweisen auf ein grundsätzliches Charakteristikum des gregorianischen Chorals. Neumen sind graphische Zeichen, die im Sinne einer FigurenLehre musikalische Bedeutung als MelodieWendung, Tonfigur oder Melisma haben, und die sogar als Schlußteile formale Bedeutung haben können.
Der gregorianische Choral ist somit aus musikalischen Bausteinen, aus Formeln mit je eigener Bedeutung zusammengesetzt. Das Prinzip der FormelTechnik (Centonisation) regelt diejenigen stereotypen Phrasen, Kadenzen, Formeln und Figuren, aus denen sich die Melodien grundsätzlich zusammensetzen.
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| Letzte Aktualisierung: 06.02.12 |
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